Für die Spendenaktion errichteten Mitarbeitende aus der Pflege, der Verwaltung und der Technik vor dem Haupteingang des Krankenhauses einen Waffelstand. Neben frisch gebackenen Waffeln wurden auch warmer Kakao und alkoholfreier Punsch angeboten. Jeder, der wollte, konnten die Leckereien gegen eine freiwillige Spende in selbstgewählter Höhe erwerben. Zahlreiche Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige beteiligten sich an der Aktion. Insgesamt kam eine Spendensumme von 1.000 Euro zusammen.
Ins Rollen gebracht wurde die Aktion von Pflegedirektorin Daniela Düren. “Wir wollen mit der Aktion zeigen, dass wir hier im Haus zusammenhalten und gemeinsam tolle Sachen auf die Beine stellen”, so Düren, die seit Februar 2025 im Amt ist. Erst im Sommer 2025 hat sie ein Sommerfest für alle Mitarbeitende initiiert, was durch Teamwork und Gemeinschaft ein voller Erfolg war. Mit der Spendenaktion wurde nicht nur ein wertvoller Beitrag für das Projekt der Trägerin des Krankenhauses, der Stiftung der Cellitinnen, sondern auch für den Zusammenhalt der Mitarbeiterschaft geleistet. “Es war schön zu sehen, wie viele der Mitarbeitenden sich beteiligt haben, nicht nur beim Waffelnbacken, sondern auch beim Spenden”, resümiert die Pflegedirektorin zufrieden.
Mitte Januar übergab Geschäftsführer Oliver Bredel die gesammelten Spenden dann in Form eines symbolischen Schecks an die Generaloberin Sr. M. Kusum. Sr. Kusum und ihre Ordensgemeinschaft zeigten sich sehr erfreut über das Engagement und die Unterstützung des Projekts durch das Krankenhaus. Da der Bau des Wohnheims rund 110.000 US-Dollar kostet, sind allerdings weiterhin Spenden erforderlich.
Das geplante Mädchenwohnheim soll 25 Mädchen einen geschützten Ort zum Leben bieten und ihnen zugleich den Zugang zu Bildung eröffnen – eine wichtige Grundlage für realistische Zukunftsperspektiven. Mit Unterstützung angestellter Lehrerinnen sollen den Mädchen grundlegende Kenntnisse in Hauswirtschaft, Hygiene und Handarbeit vermittelt werden. Darüber hinaus stehen Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Lehrplan. Ziel ist es, die Chancen der Mädchen auf eine weiterführende Schulbildung und eine spätere Berufstätigkeit deutlich zu verbessern.
Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Region Amadi liegt tief im Urwald und ist nur über beschwerliche Wege erreichbar. Die dort lebenden Familien sind häufig sehr arm und haben meist viele Kinder. Oft fehlt das Geld, um den Lebensunterhalt zu sichern. Deshalb müssen bereits Kinder arbeiten; insbesondere Mädchen sehen sich nicht selten gezwungen, durch Prostitution zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Das Mädchenwohnheim soll diesen Kindern Schutz, Bildung und eine echte Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben bieten.
